Schlafen müssen Babys
nicht erst lernen

Warum rauben Babys uns dann den Schlaf?

Babys haben viele kurze Schlafphasen – am Tag und in der Nacht.

Wir Erwachsenen aber schlafen vor allem in der Nacht.

Warum werden Babys
so oft wach?

Babys brauchen alle ein bis drei Stunden Milch.

Daher können sie in den ersten Wochen nicht durchschlafen.

Wann wird es besser?

Nach und nach ändert sich das. Mit 3-5 Monaten sind Babys oft tagsüber länger wach als nachts.

Eltern können den Weg ihres Babys zum Durchschlafen durch Struktur und Rituale unterstützen.

Anstrengend, aber normal?

Die meisten Eltern brauchen Geduld, bis sich der Schlafrhythmus ihres Babys eingespielt hat. Und manchmal fragen sie sich bestimmt: Ist das noch normal? Häufig lautet die Antwort: Ja!

Aber es gibt auch Verhaltensweisen des Babys, die Sie abklären sollten:

Wenn Ihr Baby regelmäßig mehr als 30 Minuten braucht, um in den Schlaf zu finden.

Auch mit Ihrer Begleitung
und Ihren Schlafritualen.

Wenn das Einschlafen regelmäßig nur mit vielen Hilfsmitteln gelingt – Ihr Baby also zum Beispiel nur beim Herumfahren im Kinderwagen, durch Schuckeln auf dem Arm oder bei bestimmten Geräuschen (Musik) in den Schlaf findet.

Wenn Ihr Baby – obwohl es satt ist und nicht überreizt – so anhaltend schreit, dass auch kleine Ablenkungen nicht zu kurzer Unterbrechung des Schreiens führen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Ihr Baby Bauch- oder Zahnschmerzen hat.

Wenn Ihr Baby am Tag und in der Nacht immer schon nach etwa 20 Minuten wieder aufwacht und schreit. Und das mehrmals, auch in der Nacht.

Wenn Ihr Baby im Schlaf auffallend laute Atemgeräusche oder längere Atempausen macht.

Und wenn sich Ihr Baby im Schlaf sehr viel bewegt. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass es mit den Füßen aneinander reibt oder den Kopf hin und her dreht.

Wenden Sie sich in diesen Fällen zunächst an Ihren Kinderarzt. Es geht darum herauszufinden: Steckt eine körperliche Ursache dahinter? Oder können kleine Verhaltensänderungen die Schlafprobleme lindern?
Sollte der Kinderarzt nicht greifbar sein, hilft der Bereitschaftsdienst weiter. Die Notaufnahme hilft weiter, wenn der Verdacht auf ein akutes medizinisches Problem vorliegt.

Was kann ich tun?

Aber auch, wenn nichts davon zutrifft und sich das Schlafverhalten Ihres Babys »normal« entwickelt, kann es sein, dass Sie mit Ihren Kräften am Ende sind.

Vor allem Rückschritte können sehr belastend sein. Wenn Babys zum Beispiel wieder schlechter schlafen, weil sie krank sind oder Zähne bekommen.

Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu suchen, wenn Sie merken, dass die Belastung zu groß wird.

Wer sind gute Ansprechpartner?

Adressen von Schreibabyambulanzen erfahren Sie auch über das zuständige Jugendamt, über Erziehungsberatungsstellen, Kinderkliniken und KinderärztInnen.

Dorthin können Sie sich auch mit Ein- und Durchschlafproblemen Ihres Babys wenden. Gemeinsam können Sie hier schauen, was nötig ist, um die Situation zu beruhigen.

Es ist oft nur eine kleine Veränderung nötig, um die Situation zu verbessern. Grundsätzlich gilt, auch wenn es nicht einfach ist: Je ruhiger Eltern in der Situation bleiben können, umso mehr vermitteln sie Sicherheit an ihr Kind.